Insgesamt wird das Risiko einer Virusinfektion erheblich reduziert, wenn die Luftfeuchtigkeit unterhalb eines Maximalniveau und über ein Mindestniveau geregelt wird.
In einer Studie des US-amerikanischen Zentrums für Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) aus dem Jahr 2013 untersuchten die Forscher, wie sich Feuchtigkeit auf das Risiko einer Infektion mit dem Grippevirus auswirkt. Das Experiment wurde mit einer Reihe von Maschinen durchgeführt, die sowohl Husten als auch Inhalation beim Menschen simulieren konnten, wodurch die Ausbreitung der Infektion von „Husten-Maschinen“ gemessen werden konnte. Besonderes Augenmerk wurde auf das Testen von infektiösen Viren gelegt, die auch den Menschen betreffen können, wie z. B. Influenzaviren.
Die Studie zeigte, dass bis zu 77% der infektiösen Influenzaviren nach einer Stunde noch infektiös sein können – solange die Luftfeuchtigkeit bei 23% relativer Luftfeuchtigkeit oder darunter liegt. Im Gegensatz dazu sank das Infektionsrisiko deutlich, wenn die Luftfeuchtigkeit auf 40% oder mehr erhöht wurde, so dass nur noch 14% der infektiösen Viren in der Raumluft zurückblieben. Es wurde auch festgestellt, dass die höhere Luftfeuchtigkeit das Influenzavirus nach kurzer Zeit auch inaktiv machte – nach nur 15 Minuten war praktisch kein Infektionsrisiko mehr vorhanden.